Tour: Bau trifft Architektur

Wie Holz Brücken schlägt und Menschen ein Zuhause gibt

Schlossstiege: Aufstieg zu den Schwarzenbergs

Entstehung:
Die aus Holz gefertigte Schlossstiege dürfte bereits zu Zeiten der alten Liechtenstein’schen Burg existiert haben. In Aufzeichnungen findet sich der Hinweis, dass Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg das herrschaftliche Oratorium in der Stadtpfarrkirche im Jahr 1624 in der heute noch existenten Form errichten ließ und sich „seit alter Zeit“ ein gedeckter Treppenaufgang dorthin befindet. Die Stiege ist somit älter als das Schloss, das in den Jahren 1628 bis 1643 erbaut worden ist. Die Stiege ist der kürzeste Fußweg zwischen dem Schloss- bzw. Burgberg und dem Oratorium im Zentrum der Stadt. 1848 wird die Stiege neu gebaut, teilweise verlegt und mit eigens in Turrach gegossenen Dachziegeln gedeckt.

Dach:
Die Eindeckung erfolgt ursprünglich mit gusseisernen Schindeln aus dem Eisenhüttenwerk in Turrach. Eine Schindel ist drei Millimeter dick und wiegt rund 1,5 Kilogramm. Die Verlegung erfolgt in gleicher Weise wie beim Tonfalzziegel. Für die 170 m2 Dachfläche werden rund 4.200 Schindeln benötigt, die Originale sind heute im Montanmuseum Turrach zu besichtigen.

Erneuerung:
Die ursprüngliche Konstruktion hatte über 130 Jahre lang Bestand. 1980 wird die baufällige Stiege samt Dach von der Fürstlich Schwarzenberg’schen Bauverwaltung in viermonatiger Bauzeit erneuert und aus Mangel an Original-Schindeln mit Kupferblech eingedeckt. Für die Konstruktion der sogenannten „Zwergerlstiege“ wird Fichtenholz verwendet, die Treppenstufen bestehen aus Lärche, da diese Holzart widerstandsfähiger ist. Das Holz stammt aus dem Schwarzenberg‘schem Wald der Herrschaft Murau. Die Stiege ist allgemein zugänglich und überwindet mit 214 Stufen eine Höhendifferenz von 23 Metern. Im Schloss befindet sich heute neben Privaträumen auch die Forstverwaltung der Familie Schwarzenberg.

Kontakt:
Tourismusverband: +43 3532 2720

Quelle: Holzwelt Murau, Schwarzenbergisches Archiv

Information und Buchung

Die Holzwelt Murau erstellt gerne ein für Sie abgestimmtes Programm für die Tour "Bau trifft Architektur".

Besonders für Gruppen empfehlen wir, eine unserer Holzweltbotschafterinnen für eine Reisebegleitung zu buchen.

Holzwelt Murau
Bundesstraße 13a
A-8850 Murau

T: +43 3532 20000 11
F: +43 3532 20000 4

Reisebegleitungen durch die Holzweltbotschafterinnen sind gegen Voranmeldung von mindestens einer Woche jederzeit möglich.

  • Holzeuropabrücke St. Georgen ob Murau
  • Murradweg-steg Stadl an der Mur
  • Mursteg St. Ruprecht-Falkendorf
  • Holzweltbüro Murau
  • Brauerei Logistikzentrum Murau
  • Rathaus Murau
  • Cafe open Space Murau
  • Naturparkschule Neumarkt
  • Gasthaus & Bauernhof Gangl Schöder
  • Abbundhalle & Berufsschule Murau
  • Klimaschutz-Supermarkt Lassnitz bei Murau
  • Mursteg Murau
  • Eisbahn Triebendorf
  • Schlossstiege Murau
  • Sportzentrum St. Lambrecht
  • Mursteg Scheifling 
  • Murbrücke Frojach-Katsch
  • Hohe Brücke St. Lambrecht
  • Kirchturm im See Ranten
  • Wandritschbrücke St. Ruprecht-Falkendorf
  • Kaindorfbrücke St. Georgen ob Murau
  • Greimhalle St. Peter am Kammersberg
  • Holzparkhaus Murau
  • Holzparkhaus Murau
  • Murpromenade Murau
  • Murpromenade Murau
  • Reithalle Schöder
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube