Die KLAR!-Maßnahmen im Detail

Maßnahmen der Klimawandel-Anpassungsregion Holzwelt Murau

Holzwelt Murau

Sensibilisierung & Bewusstseinsbildung

Holzwelt Murau
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Informationen zur Klimaveränderung

Die Grundvoraussetzung für eine Klimawandelanpassung ist zuerst einmal den Menschen näher zu bringen, was der Klimawandel ist. Dass dieser nicht nur andere Länder oder Regionen betrifft, sondern schon im Bezirk Murau angekommen ist. Wenn die Veränderungen, die uns alle in Zukunft betreffen, verstanden werden, muss vermittelt werden, was man als Privatperson machen kann, um die Region klimafit zu machen. Dabei soll nicht nur die Homepage laufend Informationen bereitstellen, sondern Informationsblätter, Veranstaltungen und Workshops sollen als Grundlage für eine Aufklärung der Bevölkerung dienen. Dabei ist es besonders wichtig, dass VertreterInnen aus allen Bereichen miteinbezogen werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe auch branchenspezifisch auf die Probleme, die mit dem Klimawandel einhergehen, aufmerksam zu machen.

Gemeinschaftsinitiative Klimawandel

Kinder und Jugendliche sollen durch altersgerechte interaktive Workshops in Kooperation mit dem Klimabündnis, dem UBZ und beteiligung.st spielerisch für die Themen Klimawandelanpassung und Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Dies führt zu der Entwicklung einer selbstverständlichen Haltung für klima-freundliches Denken und Handeln von klein auf. Durch die Einbindung der jüngeren Generation können auch Eltern und Lehrkräfte erreicht werden, um gemeinsam Umweltthemen zu diskutieren und zu vertiefen.

Ökologie & Nachhaltigkeit

Holzwelt Murau
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Widerstandsfähiges Grünland

Das Grünland macht 90% der landwirtschaftlichen Fläche im Bezirk Murau aus. Dieses ist in den letzten Jahren stark durch vermehrte Trockenheit und Starkniederschläge in Mitleidenschaft gezogen worden. In dieser Maßnahme soll die Resilienz gegenüber Hitzestress, Trockenheitsstress, sich verändernder Wasserhaushalt und Erosion erhöht werden. Der Humus im Boden bindet eine große CO2- Menge und soll durch richtige Bewirtschaftung erhalten bleiben. Passende Saatgutmischungen führen zu trockenheitsresistenteren Böden.

Forstwirtschaft im Wandel: klimaresiliente Next Generation

Die Landschaft des Bezirks Murau ist maßgeblich von 3 Baumarten geprägt: Der Fichte, Lärche und Zirbe. Zir-ben sind landschaftsbildend für alpine Wälder, während in tieferen Lagen die Fichte und die Lärche vermehrt vorkommen. Dabei hat die Fichte in den letzten Jahrzehnten auch die Lärche verstärkt verdrängt. Um einen klimafitten und resilienten Wald zu schaffen, bedarf es, gerade in niedrigen Lagen einer stärkeren Durchmi-schung von verschiedenen Baumarten, um das Risiko von Kalamitäten zu reduzieren.

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Naturraum schützen & nützen

Der Bezirk Murau ist aufgrund seiner peripheren Lage stark von der Land- und Forstwirtschaft geprägt und zeichnet sich außerdem durch seine naturnahe Landschaft aus. Um dies auch in Zukunft zu erhalten und die hervorragenden Bedingungen, die man in der Region findet, zu vermitteln, müssen verschiedene Hebeln in Bewegung gesetzt werden um die Biodiversität und Artenvielfalt zu stärken.

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Streuobstwiesen am Puls der Zeit

Da bei dieser Maßnahme angestrebt wird ein bezirksweites Projekt umzusetzen, wird den Streuobstwiesen eine eigene Maßnahme gewidmet. Streuobstwiesen bezeichnen die Mischung auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche aus Obstbäumen und Grünland. Hier wird eine Doppelnutzung geschaffen, die zu positiven Auswirkungen auf die Umwelt führt. Einerseits wird das Grünland meist extensiv genutzt, weswegen die Kräuter- und Gräservielfalt erhalten bleibt. Andererseits dienen das Obst und die Blüten vielen verschiedenen Vogel- und Insektenarten. Dies führt zu einem unverkennbaren Mehrwert für die Artenvielfalt. Zudem setzen sich vorhandene Streuobstwiesen aus alten Obstsorten zusammen, die Teil der regionalen Identität und Geschichte sind.

Katastrophenschutz

Holzwelt Murau
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Starkregenfitte Wege & Bäche

Starkregenniederschläge führen zu Erosionen, Hangrutschungen und in weiterer Folge zu Überschwemmungen. Dadurch sind nicht nur Forststraßen in Gefahr, sondern auch das öffentliche Verkehrsnetz und die Mobilität im Bezirk Murau. Schutzvorrichtungen, wie Durchlässe, Weideroste etc. werden teilweise unzureichend gewartet, weswegen große Wassermengen in kurzer Zeit nur schwer bewältigt werden können. Durch Instandhaltung von Gewässern, Bächen und Abflusseinrichtungen, können Verklausungen verhindert werden und ein guter Wasserabfluss stattfinden.

Analyse & Vorbeugung von Naturgefahren

Naturereignisse, die gravierende Auswirkungen auf den Menschen und die Infrastruktur haben sind schon jetzt allgegenwärtig. Klimaforscher zeigen, dass solche Ereignisse in Zukunft immer häufiger werden. Neben Vorsorgemaßnahmen seitens des Bundes und der Länder, ist jeder selbst gefragt Vorkehrungen für Wetterextreme zu treffen. Mit geförderten Naturgefahren-Checks in den Gemeinden des Bezirks Murau sollen umfassende Maßnahmenpläne für die Gemeinden entstehen, um Schäden bestmöglich und frühzeitig vorbeugen zu können.

Bauen, Wohnen & Sanieren

Holzwelt Murau
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Klimaangepasste StromVERsorgung & VORsorge

Dass unsere Energieversorgung nicht so selbstverständlich ist, wie wir es gerne hätten, hat sich zuletzt im Dezember 2023 gezeigt. Die Stromversorgung von mehreren Tausend Haushalten war im oberen Murtal für bis zu 24 Stunden unterbrochen. In der Maßnahme geht es um effiziente Maßnahmen zur Blackout-Vorsorge sowie die Optimierung von Stromerzeugungsanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen.

Zukunftsfähiges und ressourcenschonendes Bauen & Sanieren

Im Bezirk Murau lässt sich in den letzten Jahrzehnten der Trend erkennen, dass bevorzugt ein Haus neugebaut wird, anstatt ein altes zu kaufen. Dies führt zu vielen leerstehenden alten Häusern, Neuwidmung von Baugründen und damit einhergehender starker Bodenversiegelung. Das häufigste Argument, dass man in diesem Zusammenhang hört, ist, dass Neubau meistens mit weniger Kosten verbunden ist als die Sanierung eines Altbaus. Dabei wer-den jedoch die ökologischen Vorteile (z.B.: keine weitere Bodenversiegelung, reduzierter Ressourcenverbrauch) außer Acht gelassen werden. An dieser Stelle setzt die Maßnahme an, das Bewusstsein in der Bevölkerung dafür zu schärfen, warum eine Altbausanierung und die Nutzung bestehender Gebäude ökologisch verträglicher sind.

Detailliertere Informationen zu den Maßnahmen und zum KLAR! Konzept der Holzwelt Murau finden Sie unter: Umsetzungskonzept 2024-2027