#Systemkraftwerk Murau
Die Vision: Alle in der Region werden Teil der Energiewende – aber wie?
Ausgangspunkt sind die fluktuierenden Erneuerbaren Energiequellen – also der Umstand, dass Sonne, Wind und Wasserstand sich nicht an unserem Strombrauch orientieren.
Das übergeordnet Ziel ist, das regionale Energiesystem 100% erneuerbar so weiterzuentwickeln, dass es die gleiche technische Qualität und die gleiche Zuverlässigkeit bietet, wie das Energiesystem, welches durch Öl, Erdgas und Atomkraft gespeist wird.
Die konkreten Effekte sind:
- 100% Erneuerbare Energie im System quer über alle Sektoren
- Stützung der Ballungsräume durch bedarfsgerechte Energielieferung
- Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, um den Wohlstand und die Klimasicherheit in der Region zu gewährleisten.
Das regionale 100% erneuerbare #Systemkraftwerk Murau
Die Produktion von erneuerbarer Energie ist zwar kostengünstig, hat aber den Nachteil, dass sie nicht planbar ist. Sie steht zur Verfügung, wenn die Sonne scheint, viel Wasser in den Bächen und Flüssen fließt oder wenn der Wind geht.
Und das ist dann oft das Argument für die weitere Nutzung fossiler und atomarer Erzeugungsanlagen. Bislang.
Murau will diesem Dogma ein Ende setzen und zwar:
Energieproduktion und Speicherung findet nicht in einem großen Kraftwerk statt, sondern an vielen dezentralen Standorten. So sollen sowohl größere Anlagen als auch viele kleine (private) Anlagen im „Schwarm“ vernetzt werden.
Lokale Energieproduktion soll ausgebaut werden, jedoch innerhalb der Region vernetzt und im Sinne eines regionalen Optimums gesteuert werden. Letztendlich wird – vergleichbar mit der Verlässlichkeit eines fossilen Kraftwerks – 100% erneuerbare Energie dann zur Verfügung gestellt, wenn sie auch tatsächlich gebraucht wird.
Das Systemkraftwerk ist einerseits ein technisch-digitales Konstrukt, das sich durch Daten, Steuerungen und Algorithmen zusammensetzt. Dieses wird im Hintergrund ausgeregelt und gesteuert, um so den Zubau von Erneuerbaren Energiequellen weiterhin sicherstellen zu können.
Andererseits ist das Systemkraftwerk ein kooperatives Modell, also ein Konstrukt, das die Zusammenarbeit und das aktive Engagement einzelner ermöglicht. Das Einbinden von Vielen ist die Basis, um mehr Zubau von Erneuerbaren Energiequellen zu ermöglichen und alle was davon haben. Der Fokus liegt darauf, den Energiebedarf zu decken und die Energiemärkte zu befriedigen.
Das #Systemkraftwerk Murau kann zu jeder Zeit im Jahr
auf Knopfdruck 100 MW bereitstellen und wird damit zur national relevanten Größe!
Das #Systemkraftwerk Murau ist somit die umfassende und gemeinschaftliche Antwort als Region auf die Möglichkeiten der Energiewende.
Stufenplan auf dem Weg zum Systemkraftwerk Murau
Mehrwert für alle durch Kooperative Logiken & smarte Geschäftsmodelle
Integriertes erneuerbares regionales Energiesystem: Strom + Wärme + Wasserstoff und die Einbindung möglichst vieler Akteure
In einem ersten Schritt werden innerhalb der Region die Energieflüsse so optimiert, dass die Energie möglichst dann verbraucht wird, wenn sie erzeugt wird.
Im zweiten Schritt werden Energiespeicher (dazu zählen sowohl Batteriespeicher als auch die Produktion von Wasserstoff) ins Murauer Energiesystem integriert, um so planbar erneuerbare Energie in die übergeordneten Energiesysteme einspeisen zu können.
Dafür ist es notwendig, alle Teilnehmer in einem kooperativen Energiesystem zu vernetzen: Das sind die Energienetzbetreiber, alle kleinen und großen Energieproduzenten aber auch die Verbraucher in den Haushalten, im regionalen Handwerk, in der Industrie und im kommunalen Bereich.
Das Systemkraftwerk – grafisch dargestellt
Die folgende Grafik soll einerseits die Vernetzung der Sektoren E-Netze, Stromproduzenten, Wärmeproduzenten, Wasserstoffproduzenten und alle Verbraucher in der Region darstellen (blaue Klammer) und andererseits die Schnittstelle zum übergeordneten System verdeutlichen, denn Ziel ist es, die energiehungrigen Ballungsräume (welche selbst schlichtweg nicht das Potential für genug erneuerbarer Produktion haben) zu versorgen.