Neuinszenierung Stiftsmuseum St. Lambrecht
Projektträger:
Benediktinerstift St. Lambrecht
Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
T: +43 3585 230522
info@stift.stlambrecht.at | www.stift-stlambrecht.at
Förderungswerber/in:
Benediktinerstift St. Lambrecht
Hauptstraße 1
A-8813 St. Lambrecht
T: +43 3585 230522
info@stift.stlambrecht.at | www.stift-stlambrecht.at
Förderprogramm:
Projektbeschreibung
Ausgangssituation und Problemstellung:
Im Bestand der Kunsthistorischen Sammlung des Stiftsmuseums befinden sich rund 200 Exponate aus 20 Jahrhunderten, von Römersteinen (1. Jh.) über Kunstschätze der Romanik, der Gotik und des Barock etc. (13. bis 19. Jh.). Vor allem Kunstwerke aus Holz (Tafelbilder, Statuen und Mobilar) durchziehen die breitgefächerte Sammlung. Neben der technischen Einrichtung soll v. a. die Gestaltung einen den heutigen Standards von Museumspädagogik, Design und Ausstellungspräsentation entsprechenden innovativen Relaunche erfahren. In der Beschriftung der Objekte ist ein QR Code vorgesehen, um die Besichtigung mit Audioguide zu ermöglichen.
Ziele und Zielgruppen:
Durch die Neuinszenierung sollen die Inhalte der klösterlichen Kunstsammlung als Zeitdokument der 950-jährigen Geschichte zeitgemäß aufbereitet und im Standard des 21. Jahrhunderts präsentiert werden. Mittels eines darauf aufbauenden Vermittlungskonzepts für Kinder, Jugendliche und Erwachsene soll der Rundgang durch des Stiftsmuseum mit dem neuen Eingangsbereich im dritten, südlichen Hof der Klosteranlage ein neuinszeniertes Eintauchen in die zunehmend unbekannte Welt klösterlichen Lebens und benediktinischer Geistigkeit bieten, die die Region seit bald 1000 Jahren geprägt hat und prägt. Damit soll das Stift St. Lambrecht als überregional bedeutsamer Anziehungspunkt anlässlich des 950-Jahr-Jubiläums mit dem umfangreichsten Museum des Bezirkes Murau neu und erlebnisreich in Erscheinung treten.
Projektzusammenfassung (Geplante Maßnahmen, Aktivitäten, Outputs, …):
Die Kunstsammlung des Stiftsmuseums St. Lambrecht wird ausgehend von der uralten und immer aktuellen Frage: „Was ist der Mensch?“ eine umfassende Neuinszenierung erfahren. Anhand der daraufhin inszenierten und in ihrer Unmittelbarkeit präsentierten Kunstschätze aus fast zwei Jahrtausenden wird die Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen in den Blick genommen. Das Verhältnis Mensch – Gott, Mensch – Schöpfung, Mensch – Mensch wird thematisiert und als Geschichte der Veränderungen im Licht des Glaubens dargestellt. Querverweise spannen das Netz zu den weiteren Sammlungen des Stiftsmuseums (Naturkundliche Sammlung und Vogelmuseum des P. Blasius Hanf, volkskundliche Sammlung des P. Romuald Pramberger barocke Stiftskrippe) und zum weitläufigen Klosterareal (Stiftskirche, Peterskirche, Karner, Stiftsgarten, …) mit seiner 950jährigen Geschichte.
Mit der Neuinszenierung der Kunstsammlung des Stiftsmuseums wird das Bewusstsein für 2000 Jahre Regionsgeschichte in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, sowohl nach innen wie nach außen. Das Stift als prägende und identitätsstiftende Institution der Region, das seit 950 Jahren für den Erhalt des kulturellen Erbes der Region verantwortlich zeichnet, bewahrt eine Fülle kostbarer kunsthistorischer Holzobjekte aus vielen Jahrhunderten, darin sind alte Weisheiten repräsentiert, die im Stiftsmuseum mit heutigen Fragestellungen verknüpft und damit aktuell gemacht werden.
Das größte und inhaltlich umfangreichste Museum der Region wird eine zeitgemäße Präsentation erfahren, eine generationengerechte Kommunikation der Inhalte und die technikgestützte Vermittlung wird in die Wege geleitet.
Durch die Neuinszenierung wird der überregionale Bekanntheitsgrad des Stiftes verstärkt, indem das Herzstück des Stiftsmuseums mit neuen Highlights präsentieren wird. Das 950-Jahr-Jubiläum kann damit touristisch und werbetechnisch bestens genutzt werden.
Im Erdgeschoß wird der Eingangsbereich (Durchfahrt und Empfangsraum) gestaltet, im 2. Obergeschoß befinden sich die Museumsräume 1 bis 6, deren Umgestaltung im Projekt enthalten ist.
Die Arbeiten beziehen sich auf die einzelnen Räume wie folgt:
Im Erdgeschoß gestaltet der Baumeister den Eingangsbereich in der Durchfahrt sowie den Empfangsbereich und den Vorraum zum Stiegenaufgang in die Museumsräume. Es erfolgt die Erneuerung der Fußböden inkl. Unterbau und Fundamentierung. Ebenso erfolgen diverse Abbrucharbeiten und Installationsvorbereitungen. Beim Trockenbau werden Metallständerwände und Vorwandinstallationen für den Sanitärbereich errichtet. Bei den Malerarbeiten werden Wände und Gewölbe des Eingangsräume gereinigt, verspachtelt und neu ausgemalt sowie Metalleinbauten beschichtet. Bei dem Fliesenleger werden die Sanitärräume verfließt und die Wände und Böden dieser Räume entsprechend dafür vorbereitet. Die Tischlerarbeiten beinhalten die Türelemente und den Grundaufbau der Sanitärzelle. Der Elektriker ist für die Erneuerung der Elektroinstallationen inkl. der Montage der Beleuchtungsmittel verantwortlich. Der Glaser stellt die Spiegelverkleidung der Sanitärzelle her. Weiters werden Spiegel in den WC´s montiert. Der Schlosser stellt die Unterkonstruktion für die Sanitärzelle her.
In den Museumsräumen im 2. Obergeschoß werden bei den Malerarbeiten Wände und Decken der Museumsräume gereinigt, verspachtelt und neu ausgemalt. In einem Ausstellungsraum erfolgt durch den Bodenleger die Verlegung eines neuen Fußbodens. Der Elektriker ist für die komplette Erneuerung der Elektroinstallationen inkl. der Montage der Beleuchtungsmittel in den Ausstellungsräumen verantwortlich.
Der Schlosser stellt Podeste, Unterkonstruktionen, Tablartäger und Glasvitrinen für Museumsexponate her. Der Beschrifter erzeugt die Folienbuchstaben für die Inhaltliche Raumbeschriftung und die Objektbeschreibungen. Der Modellbauer erstellt ein 3D Modell des Stiftsgebäudes und des Stiftgeländes und führt die entsprechenden Vorarbeiten (Fotodokumentation, Drohnenflug…) durch.
Die restauratorische Begleitung beinhaltet die Mithilfe bei Transport und Montage der Exponate, weiters wird für Reinigung und Festigung der Fassungen gesorgt und werden nach Bedarf kleine konservatorische Maßnahmen durchgeführt.
Bei den Baumeisterarbeiten sind nicht alle Kosten förderrelevant, weil sie z. T. Bereiche betreffen, die nicht zum Museum und dessen Eingangszone gehören, aber aus technischen Gründen miterledigt werden müssen (z. B. Teile der Durchfahrt).